2000 km mit dem Zug durch INDIEN | WELTREISE (Teil 2)


Neu-Delhi in IINDIEN. Stress mit Einheimischen, die reinste Müllkatastrophe, Gestank, Belästigungen. An diesem zweiten Tag meiner Durchreise mit dem Zug, die insgesamt etwa 2000 Kilometer umfasste, erlebte ich die unfassbarsten Bilder und Momente in Indien. Dieses Abenteuer prägt nun mein Leben! Über 30 Stunden war ich mit dem Zug unterwegs, von Goa, durch Maharashtra, Gujarat, Madhya Pradesh, Rajasthan, Uttar Pradesh und durch Haryana, bis nach Neu-Delhi. Dieses krasse Abenteuer werde ich mein ganzes Leben lang nicht mehr vergessen.

Ich wachte auf auf einem klapprigen, staubigen, ja fast schon sandig-rauem Klappsitz, der sich zu einer Liege umklappen ließ. Es wurde heller im Zug und die Inder fingen an herum zulaufen und sich die Zähne zu putzen. Die ersten schreienden Verkäufer liefen mit ihrer Ware durch den Zug. Etwa 6 Uhr morgens war es. Mein Körper war eingerostet, denn es war alles andere als gemütlich. Nun konnte man gut aus dem Fenster beobachten, wo wir grad waren, in purer Wüstenlandschaft! Ich vermutete schon irgendwo in Rajasthan zu sein.

Die Ortschaften waren meist nur noch winzig und nur wenige Menschen zu sehen. Bäume waren Mangelware, wenn überhaupt welche da waren. Stellenweise schien ein Sturm gewütet zu haben, denn überall lagen die wenigen Bäumchen ausgewurzelt oder enthauptet am Boden. Stetig flog Sand und Staub in die offenen Zugfenster und die Sitze verwandelten sich in eine Art Schmirgelpapier. Mein Gesicht und meine Kleidung in so eine Art ...ehm Dreck!

Je näher man dem Norden kam, umso schlimmer verhielt es sich mit dem Müll. Ich sah Ortschaften, deren Boden bestand quasi nur aus Müll. Ich war schockiert. Kinder spielten im Müll, Schweine und Kühe aßen den Müll direkt neben den Kindern. Gestank von Tot und Verderben stieg in meine Nase. Die recht frische Leiche einer, wahrscheinlich in der Sonne umgekommenen Kuh, wurde hastig von vermutlich streunenden Hunden befallen und vor meinen Augen zerrissen. Staub und Sand flogen weiterhin unauhörlich in den Zug. Ein unvergessliches Erlebnis. Nach 24 Stunden Fahrt stellte man sich solangsam darauf ein, dass es bald zuende sein würde und die letzten 7 bis 8 Stunden, ja die vergingen sehr schnell, denn ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Leichsinnig warfen in der Zwischenzeit, die indischen Mitfahrer den Müll aus den Fenster in die Natur. Überwiegend konnte man beobachten, dass die Natur um die Ortschaften herum, als Mülldeponien benutzt wurde. Die Inder im Zug interessierten diese Bilder da Draußen natürlich nicht und sie warfen weiterhin fleißig alles aus dem Fenster. Plastik, Essensreste, einfach alles. Wenn du Glück hattest kam dir der Essenteller vom Vordermann in dein Fenster geflogen. An den Straßen und Gleisen lag dadurch, über die ganze Strecke verteilt, unendlich viel Müll! Auch konnte ich öfters mal beobachten wie die Männer gerne öffentlich alles anpinkelten, das sich grad anbot. Die Krönung war ein Mann der sein Geschäft an der Gleise direkt vor meinen augen verrichtete. Ich war schockiert.

Endlich in Dehli angekommen, nach etwas über 30 Stunden Zugfahrt! Ich ging raus und suchte schnell die nächste günstigste Gelegenheit hier weg zu kommen und mein Hotel zu finden, denn hier war es total überfüllt und es roch übel nach Fäkalien in den meisten Ecken. Jeder fasste einen an beim Vorbeigehen, gezielt auch oft meine Kamera. Zwischenzeitig ließ ich mich von einem Herren auf einer Fahrradrikscha veräppeln. Er meinte er bringt mich hundertprozentig zum 15 Kilometer entfernten internationalen Flughafen, schmiss mich aber nach einem Kilometer raus und wollte sein Geld haben. Er hat keinen Cent von mir gesehen, auch wenn er mich verfolgte und darauf bestand und anfing laut zu werden. Ich ging zu den Bussen und nach 3 verschiedenen Haltestellen fande ich endlich den richtigen Bus, Haltestelle Palika Kendra, der mich zu meinem Hotel brachte. Einen Special-Express-Bus zum International Airport.

Angekommen für 10 Rupee, etwa 0,12 €, war ich schockiert über die Gosse in der ich gelandet bin. Und der nächste Schock, das Hotelzimmer. Dreck an den Wänden, keine richtigen Fenster und totaler schimmeliger Geruch. Ich wollte duschen und meine Kleidung waschen, denn ich war in meinem leben noch nie schmutziger. Als ich dann ausgezogen, unter der Dusche stand und anfing, die dreckige Schicht von mir herunter zuwaschen, passierte es, kein Wasser! Ich musste nass und dreckig in meine (sowieso dreckigen) Klamotten wieder rein schlüpfen und runter gehen. Es ging hin und her, bis die das irgendwann kapierten und zum laufen gebracht hatten. Duschen, Schlafen, mehr war auch nicht mehr drin für mich an dich abendteuerlichsten Tag meiner WELTREISE!

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